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Deutschland und Brasilien: Bilaterale Beziehungen

22.03.2019 - Artikel

Politik

Brasilien ist das einzige Land in Lateinamerika, mit dem Deutschland seit 2008 durch eine strategische Partnerschaft verbunden ist. Kernanliegen dieser strategischen Partnerschaft ist der weitere Ausbau der Zusammenarbeit zu bilateralen und multilateralen Themen. Einen vorläufigen Höhepunkt erreichte die Verdichtung der bilateralen Beziehungen durch die ersten Regierungskonsultationen im August 2015, zu denen Bundeskanzlerin Merkel mit 12 Kabinettsmitgliedern (oder deren Vertretern) nach Brasília anreiste.

Die Zusammenarbeit ist vielfältig. Sie umfasst Themen wie Energie, Umwelt, Klima, Wissenschaft, Wirtschaft und Handel, Verteidigung, Arbeit und Soziales sowie Zusammenarbeit in den Vereinten Nationen und bei den Menschenrechten. Mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und der Internationalen Klimainitiative des Bundesumweltministeriums arbeiten Deutschland und Brasilien insbesondere beim Schutz der Tropenwälder sowie der Förderung von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz zusammen. Besondere Aufmerksamkeit widmen beide Länder dem wissenschaftlich-technologischen und kulturellen Austausch. Die historisch starke deutsche Einwanderung nach Brasilien wirkt sich positiv auf die Zusammenarbeit aus.

In vielen Fragen der internationalen Agenda - vor allem der Reform der Vereinten Nationen einschließlich der Sicherheitsratserweiterung um neue ständige wie nichtständige Mitglieder und der Reform der globalen Finanzordnung - arbeiten Brasilien und Deutschland zusammen. Hierzu zählen auch die Zusammenarbeit in der internationalen Klimaschutz- und Umweltpolitik, in den G20 und im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen in Genf. Hinzugekommen ist eine enge bilaterale Kooperation im Bereich von Urbanisierung und Cyberpolitik.

Wirtschaft

Brasilien ist Deutschlands wichtigster Handelspartner in Lateinamerika. Der bilaterale Außenhandel hat sich in den letzten beiden Jahrzehnten in beide Richtungen positiv entwickelt mit einem zeitweisen Rückgang im Zuge der Wirtschafts- und Währungskrise. Zuletzt hat die Dynamik nachgelassen. Die deutschen Exporte nach Brasilien betrugen 2018 etwa 9,5 Mrd. Euro, was einen Anstieg von 10,5% im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Die Einfuhren Deutschlands aus Brasilien waren 2018 mit 7,4 Mrd. Euro 6,3% niedriger als im Vorjahr. Brasilien lag damit 2018 unter den 30. wichtigsten Handelspartnern Deutschlands. Das Jahr 2018 brachte nach Angaben des Statistischen Bundesamtes einen deutschen Handelsbilanzüberschuss von über 2 Mrd. Euro. 
Brasilien exportiert nach Deutschland vor allem Eisenerz, Soja und Sojaprodukte, Kaffee und Kaffeeprodukte, Autoteile, Zivilflugzeuge, Maschinen, Fleisch, Kupfer und Rohöl. Bei den brasilianischen Importen aus Deutschland dominieren Maschinen, Autos und Autoteile, chemische Grundstoffe, pharmazeutische Produkte, Elektrotechnik und Metallwaren. 
Der Bestand der deutschen Direktinvestitionen unter Einschluss von Reinvestitionen beläuft sich auf über 20 Mrd. Euro. In Brasilien beschäftigen über 1.300 deutsch-brasilianische Unternehmen etwa 250.000 Menschen. São Paulo ist einer der größten Standorte der deutschen Wirtschaft weltweit. Brasilianische Direktinvestitionen in Deutschland waren bisher nur in bescheidenem Umfang zu verzeichnen.

Die deutsche Außenwirtschaft verfügt in Brasilien über deutsch-brasilianische Industrie- und Handelskammern mit Sitz in São Paulo, Rio de Janeiro und Porto Alegre sowie über einen Korrespondenten der Germany Trade and Invest (GTAI) in São Paulo. Die Außenhandelskammern informieren und beraten deutsche Exporteure und Investoren. Zur Vertiefung der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen finden jährlich Deutsch-Brasilianische Wirtschaftstage mit Unternehmertreffen statt. Sie werden durch den Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und den Brasilianischen Industrieverband (Confederação Nacional da Indústria – CNI) organisiert. Damit verbunden tagt die Deutsch-Brasilianische Gemischte Kommission für Wirtschaftliche Zusammenarbeit. Die 36. Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage haben im Juni 2018 in Köln stattgefunden. Im September 2019 werden sie in Natal (Rio Grande do Norte) durchgeführt. Sowohl bei den Wirtschaftstagen als auch bei diversen Auslandsmessen ist ein großes brasilianisches Interesse an deutschen Technologien für Zukunftsthemen wie Transport, Infrastruktur, urbane Entwicklung, Gesundheit, erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Klimaschutz zu beobachten.

Kultur und Bildung

Schwerpunkte der Zusammenarbeit bilden die Bereiche Förderung von Deutsch als Fremdsprache unter besonderer Berücksichtigung der Deutschen Schulen, die kulturelle Programmarbeit sowie der Wissenschafts- und Hochschulaustausch.

Das Netzwerk des Goethe-Instituts in Brasilien umfasst insgesamt fünf Goethe-Institute (São Paulo, Rio de Janeiro, Salvador, Porto Alegre, Curitiba). Daneben gibt es das Goethe-Zentrum Brasília. Im Mittelpunkt der Tätigkeit steht die Spracharbeit, die durch umfangreiche Programmarbeit flankiert wird. Vor allem in den Siedlungsgebieten deutscher Einwanderer im Süden des Landes (Blumenau, Joinville, São Bento do Sul), aber auch im Nordosten (Recife, Fortaleza, Bélem) leisten zudem deutsch-brasilianische Kulturgesellschaften einen wertvollen Beitrag zur kulturellen Präsenz Deutschlands.

In Brasilien existieren vier deutsche Auslandsschulen, die zum deutschen Abitur führen (drei in São Paulo und eine in Rio de Janeiro). Rund 50 sogenannte PASCH-Schulen (Initiative „Schulen Partner der Zukunft“) bieten als öffentliche und private brasilianische Schulen Deutsch als Fremdsprache an. Deutsch wird in Brasilien zunehmend auch als Schlüssel zu beruflichem und wissenschaftlichem Erfolg gesehen. Bei den Deutsch-Brasilianischen Regierungskonsultationen 2015 unterzeichneten Bundesaußenminister Steinmeier und der brasilianische Bildungsminister eine gemeinsame Absichtserklärung zur Förderung von Deutsch als Fremdsprache an brasilianischen Schulen. Seit 2016 findet eine jährliche Woche der Deutschen Sprache in ganz Brasilien statt.

Viele deutsche Universitäten haben eigenständige Kooperationsabkommen mit brasilianischen Universitäten. Die rund 614 formalisierten Hochschulkooperationen bilden auch für den Studentenaustausch eine wichtige institutionelle Basis. Insgesamt studierten im Wintersemester 2016/17 3.300 Brasilianer an deutschen Hochschulen. Die Hochschulförderagentur CAPES hat 2017 ein neues Förderprogramm zur Internationalisierung der Universitäten (PRINT) auf den Weg gebracht. Fast alle 36 ausgewählten brasilianischen Einrichtungen unterhalten auch Kooperationen mit Deutschland.

Brasilien ist für den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) ein Schwerpunktland und gehört seit Jahrzehnten zu den wichtigsten Kooperationsländern im Bereich der Hochschulzusammenarbeit. Der DAAD ist in Brasilien durch seine Außenstelle in Rio de Janeiro, sein Informationszentrum in São Paulo, den Martius-Lehrstuhl an der Universität von São Paulo, ein Netzwerk von 16 Sprach- und Lehrassistenzen sowie sieben Lektorate (Belém, Belo Horizonte , Campinas, Curitiba, Fortaleza, Porto Alegre – ab März 2019 – und Rio de Janeiro) vertreten. Neben der Lehre sind die Lektoren mit Studienberatung und Werbung für den Forschungs- und Hochschulstandort Deutschland betraut.

Der DAAD koordiniert derzeit in Brasilien circa 25 Stipendienprogramme für Studenten und Wissenschaftler. Zur Sprachvorbereitung für ein Studium in Deutschland und um neue Impulse in der Deutschlehreraus- und -fortbildung in Brasilien zu setzten, legte der DAAD 2016 zusammen mit dem brasilianischen Bildungsministerium das Programm „Sprachen ohne Grenzen – Deutsch“ auf. In erster Linie sollen Fernlern-Möglichkeiten angeboten (z.B. in Form von Online-Kursen und Blended Learning unterstützt durch die deutschen Lehrassistenten), ein flächendeckendes Angebot für Online-Testverfahren aufgebaut (zertifizierte Sprachtests) sowie die Einrichtung von Sprachzentren an den brasilianischen Universitäten forciert werden. Das Programm wird an 14 brasilianischen Universitäten angeboten.

Forschung

Die Schwerpunkte der wissenschaftlich-technologischen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Brasilien liegen in den folgenden Forschungsgebieten: Luft- und Raumfahrt, Umwelt (Meeresforschung, Nachhaltige Entwicklung, Klima, Wassertechnologien, Erneuerbare Energien, Effiziente Ressourcennutzung), Landwirtschaftsforschung und Ernährungssicherheit, Bioökonomie, Seltene Erden, Informations- und Kommunikationstechnologien, Gesundheit (Impfstoffe gegen Malaria und Dengue, Orthopädietechnik), Ingenieur- und Materialwissenschaften, Produktionstechnik sowie Geistes- und Sozialwissenschaften.

Brasilien ist ein geschätzter Partner der projektbezogenen Zusammenarbeit. Alle wichtigen Forschungseinrichtungen und viele Universitäten und Fachhochschulen aus Deutschland unterhalten Kooperationsprojekte mit Brasilien und sind zum Teil sogar mit eigenem Personal im Land vertreten.

Besonders hervorzuheben ist hier das Deutsche Wissenschafts- und Innovationshaus in São Paulo (DWIH-SP), das seit 2009 vom Auswärtigen Amt gefördert wird und deutsche Förderagenturen, Forschungseinrichtungen und Hochschulen beherbergt. Die Geschäftsführung des DWIH-SP liegt beim DAAD. Das DWIH-SP informiert über deutsche Wissenschaft und Forschung und wirbt für die Zusammenarbeit mit innovativen deutschen Organisationen und Firmen.

Weitere herausragende bilaterale Forschungsprojekte sind der 320 Meter hohe Klimamessturm ATTO (Amazonian Tall Tower Observatory), der in Ko-Finanzierung mit Brasilien vom Max Planck Institut für Chemie eingerichtet wurde und Daten zur Analyse der Klimafunktion des Regenwalds liefert. Darüber hinaus erforschen seit 2009 über 300 Wissenschaftler aus über 30 deutschen und brasilianischen Universitäten, Forschungseinrichtungen und Industrie die Entwicklung von nachhaltigen und innovativen Produktionstechnologien im Forschungsverbund BRAGECRIM. Dieser wird von deutscher Seite von der Deutschen Forschungsgemeinschaft  gefördert. 

Die bilaterale akademische Ausbildung und Forschung auf dem Gebiet der Sozial- und Geisteswissenschaften wird seit April 2017 nachhaltig durch die Eröffnung eines vom Auswärtigen Amt geförderten Zentrums für Deutschland- und Europastudien in Porto Alegre an den beiden renommierten Universitäten Pontifícia Universidade Católica do Rio Grande do Sul und Universidade Federal do Rio Grande do Sul sowie durch das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Maria-Sibylla-Merian Forschungskolleg Lateinamerika mit Sitz in São Paulo gestärkt. Das Konsortium aus drei deutschen (Freie Universität Berlin, Universität zu Köln und Ibero-Amerikanisches Institut) und vier lateinamerikanischen Partnern (Universidade de São Paulo, Centro Brasileiro de Análise e Planejamento, Universidad Nacional de La Plata und Colegio de México) soll Formen des sozialen, politischen, religiösen und kulturellen Miteinanderlebens in Lateinamerika und der Karibik untersuchen.   

Entwicklungszusammenarbeit

In keinem anderen Land der Erde gibt es so viele Pflanzen- und Tierarten wie in Brasilien. Der Regenwald im Amazonasgebiet ist die größte Kohlenstoffsenke weltweit. Obwohl ein Großteil der Energie in Brasilien bereits aus klimaschonenden erneuerbaren Quellen stammt, bietet Brasiliens Reichtum an Wasser, Wind, Sonne und Biomasse enorme weitere Potenziale zur umweltfreundlichen Energieerzeugung. Kurzum: Brasilien ist für den Erhalt der Artenvielfalt und die Stabilisierung des Klimas ein Land von herausragender Bedeutung. Die nationalen Politiken Brasiliens in diesen Bereichen haben globale Relevanz und Brasilien hat sich auch international ambitionierte Ziele gesetzt – zuletzt mit seinem nationalen Beitrag (NDC) im Rahmen des Klimaabkommens von Paris.

Deutschland wiederum hat sich mit seinen Innovationen in der Klima- und Umwelttechnologie, mit der Energiewende und mit seinen Anstrengungen zum Umbau der Wirtschaft in eine Green Economy weltweit einen guten Ruf erarbeitet. Brasilianische Politiker und Unternehmer verfolgen die Debatten in Deutschland sehr eng. Umgekehrt sind bestimmte Maßnahmen Brasiliens wie z.B. Stromauktionen auch für Deutschland interessante Weiterentwicklungen. Die entwicklungspolitische Zusammenarbeit mit Brasilien konzentriert sich auf die gemeinsame Bearbeitung der globalen Themen Klima- und Biodiversitätsschutz. Inhaltliche Schwerpunkte der umfangreichen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung (ZnE) – Deutschland ist der größte bilaterale Geber in Brasilien – sind der Schutz und die nachhaltige Nutzung des Tropenwaldes und die Förderung von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz. Die Wahrung menschrechtlicher Standards ist als wichtiges Querschnittsthema innerhalb der Schwerpunkte fest verankert.

Mit einer Fläche von 4,8 Millionen km² umfassen die brasilianischen Tropenwälder rund zehn Prozent der weltweiten Tropenwaldfläche und mit 2,5 Millionen Tier- und Pflanzenarten machen sie Brasilien zum artenreichsten Land weltweit. Sie sind ein gigantischer Kohlenstoffspeicher und regulieren regionale und globale Wasserkreisläufe. Deutschland kooperiert seit den 90er Jahren mit Brasilien zum Erhalt der Tropenwälder und engagiert sich heute in den Bereichen Schutzgebietsmanagement, Boden- und Landrechtsfragen, Umweltregister, nachhaltige Nutzung (Produktion und Vermarktung) natürlicher Ressourcen, Förderung nachhaltiger Ansätze in Land- und Viehwirtschaft (entwaldungsfreie Lieferketten), Wiederherstellung von Wäldern, Management von Indigenen-Gebieten und Klimafinanzierung im Rahmen von REDD+.

Durch Politikdialog, Beratung, Finanzierung und Pilotierung von Anlagen in den Bereichen Windkraft, Photovoltaik, Biogas, „Concentrated Solar Power“ und Energieeffizienz unterstützt Deutschland die Etablierung eines klimafreundlichen Energiemixes und verstärkte Anstrengungen zum Energiesparen in Brasilien. Im Sinne der bei den Regierungskonsultationen verabschiedeten 'Gemeinsamen Absichtserklärung zur Zusammenarbeit im Rahmen einer Deutsch-Brasilianischen Urbanisierungspartnerschaft' rücken dabei zunehmend auch Fragen einer energieeffizienten und nachhaltigen Stadtentwicklung in den Fokus.

Angesichts der Entwicklungserfolge Brasiliens spielen auch Dreieckskooperationen zur Weitergabe der eigenen Erfahrungen eine Rolle in der Kooperation.

Militär

Die brasilianischen und deutschen Streitkräfte pflegen seit 1962 gute Beziehungen. Brasilien erhält im Rahmen der Militärischen Ausbildungshilfe ein jährliches Angebot von hochwertigen Ausbildungsplätzen in Deutschland. Dieses umfasst z.B. Truppenpraktika oder eine Generalstabsausbildung an der Führungsakademie, inklusive einer Sprachausbildung in Deutschland. Bisher haben 64 Angehörige der brasilianischen Streitkräfte die Generalstabsausbildung absolviert. Sie werden in einem „Alumni Netzwerk“ betreut. Im Gegenzug erhält Deutschland ebenso hochwertige Ausbildungsmöglichkeiten an diversen Akademien im Land, zeigt aber abnehmendes Interesse an der Besetzung.

Seit 2012 unterhalten Deutschland und Brasilien im Rahmen der Vertrauensbildung ein „Bilaterales Jahresprogramm“, das für 2019 13 abgestimmte Maßnahmen umfasst. Dies betrifft Aspekte der Sicherheitspolitik, der allgemeinen Einsatzführung und Führungsunterstützung, der Durchführung von Projekten innerhalb der Teilstreitkräfte, der Sanität und der Ausbildung. Innerhalb des Programmes gibt einen regen Personalaustausch im Bereich der Aus- und Weiterbildung für Offiziere und Unteroffiziere sowie Stabsgespräche auf ministerieller Ebene und der Ebene der oberen Kommandobehörden.

Hinweis:
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 

Weitere Informationen

Brasilien ist Kooperationsland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit.
Schwerpunkte der deutschen Entwicklungszusammenarbeit sind der Schutz des Tropenwaldes sowie die Förderung von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz. Mehr dazu beim Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung:

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