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Aktuelle Regelung für Reisen von Brasilien nach Deutschland

Zettel mit Aufschrift Coronavirus: Kann / Darf ich noch reisen? vor Backdrop des Krisenstabes der Bundesregierung

Coronavirus: Kann / darf ich noch reisen?, © Auswärtiges Amt

23.09.2021 - Artikel

Wichtiger Hinweis: Brasilien ist mit Wirkung vom 23.01.2022, 0.00 CET wieder als Hochrisikogebiet eingestuft. 

Brasilien ist mit Wirkung vom 23.01.2022, 0.00 CET wieder als Hochrisikogebiet eingestuft. Die Einstufung erfolgt für Gebiete mit hohem Infektionsrisiko durch besonders hohe Inzidenzen für die Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2. Folglich gelten ab o.g. Zeitpunkt die nachstehenden Einreisebeschränkungen bei der Einreise aus Brasilien nach Deutschland.

Neben der Nachweispflicht des Impfschutzes/der Genesung oder des Nachweises eines negativen PCR-/Antigentestergebnisses bedarf es wieder einer digitalen Anmeldung auf dem Melde- und Informationssystem https://www.einreiseanmeldung.de. Grundsätzlich müssen Sie sich nach Einreise in das Bundesgebiet für zehn Tage in häusliche Quarantäne begeben. Dies gilt nicht, wenn zuvor der Nachweis einer vollständigen Impfung - oder ein Genesenennachweis unter www.einreiseanmeldung.de übermittelt wurde.

Ausnahmen von den Einreisebeschränkungen gelten für folgende Personengruppen

  • Deutsche Staatsangehörige und ihre Familienangehörigen der Kernfamilie (Ehepartner, minderjährige ledige Kinder, Eltern minderjähriger Kinder) 
  • Unionsbürger und Staatsangehörige Liechtensteins, der Schweiz, Norwegens und Islands und ihre Familienangehörigen der Kernfamilie (Ehepartner, minderjährige ledige Kinder, Eltern minderjähriger Kinder) 
  • Drittstaatsangehörige mit einem bestehenden längerfristigen Aufenthaltsrecht in einem EU- oder Schengenstaat und ihre Familienangehörigen der Kernfamilie 
  • Vollständig geimpfte Personen, bei denen die Impfung die notwendigen Voraussetzungen erfüllt (siehe unten:  „Nachweis des Impfschutzes“)
  • Personen, die einen wichtigen Reisegrund haben, vor allem
  • Flughafentransit

Nachweis des Impfschutzes

Die Einreise ist ohne Einschränkung möglich, wenn der/die Reisende über ein Impfzertifikat mit einem in Deutschland anerkannten Impfstoff verfügt und dieses bei Einreise vorlegt. Die letzte Impfung muss mindestens 14 Tage zurückliegen. Für die Einreise ist ein digitales COVID-Zertifikat der EU  oder ein vergleichbarer Impfnachweis digital oder in Papierform in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache vorzulegen. Daraus müssen stets hervorgehen:

  • die personenbezogenen Daten des Geimpften (Name, Vorname und Geburtsdatum)
  • Datum der Schutzimpfung, Anzahl der Schutzimpfungen
  • Bezeichnung des Impfstoffe,
  • Name der Krankheit, gegen die geimpft wurde
  • Merkmale, die auf die für die Durchführung der Schutzimpfung oder die Ausstellung des Zertifikats verantwortliche Person oder Institution schließen lassen, zum Beispiel ein offizielles Symbol oder der Name des Ausstellers.

Eine Liste der anerkannten Impfstoffe finden Sie auf der Website des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI)

Die folgenden Impfstoffe werden in Deutschland anerkannt:

  • COMIRNATY („Pfizer/BioNTec“)
  • COVID-19 Vaccine Janssen („Johnson & Johnson, Janssen COVID-19 Vaccine / Vacina covid-19 (recombinante)“)
  • Spikevax („Moderna“)
  • Vaxveria („Covid-19 Vaccine AstraZeneca/Vaxzevria; Covishield; Fiocruz“)

Der vollständige Impfschutz ist 14 Tage nach dem Erhalt des vollständigen Impfschemas gegeben.

Informationen zu der Anzahl der benötigten Impfdosen finden Sie im Internet unter dem folgenden Link.

Bitte beachten Sie, dass der Impfstoff „Coronavac“ nicht in Deutschland anerkannt ist.

Nachweis als Genesener

Bei einer genesenen Person kann die Impfung aus nur einer verabreichten Impfstoffdosis bestehen. Zum Nachweis eines vollständigen Impfstatus von Genesenen muss zusätzlich nachgewiesen werden, dass vor der Impfung eine Erkrankung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vorlag. Als Nachweis dieser Erkrankung muss ein positiver PCR-Test, der mindestens 28 Tage und maximal 90 Tage (circa drei Monate) zurückliegt, vorgelegt werden. Der Genesenennachweis muss in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache digital oder in Papierform vorliegen.

Sofern Sie zur Einreise nach Deutschland berechtigt sind (siehe oben: „Ausnahmen von den Einreisebeschränkungen“), aber nicht über eine Impfung mit einem in Deutschland anerkannten Impfstoff verfügen, müssen Sie einen der folgenden Nachweise vorlegen:


Nachweis durch einen negativen Test

Sollten Sie ungeimpft oder mit einer nicht in Deutschland anerkannten Impfung (wie z.B. Coronavac) geimpft sein, so müssen Sie bei Einreise einen negativen Coronatest vorlegen.

Dies kann entweder ein PCR-Test (Abstrichentnahme nicht älter als 48 Stunden vor Abreise) oder ein Antigen-Test sein (Entnahme nicht älter als 48h bei Einreise).

Kinder und Jugendliche unter 6 Jahren (zuvor 12 Jahren) sind von der Nachweispflicht entbunden. Wegen der besonderen Impfsituation junger Menschen dürfen Personen unter 16 Jahren, auch wenn sie noch nicht geimpft sind, in Begleitung mindestens eines vollständig geimpften Elternteils einreisen.

Digitale Einreiseanmeldung

Reisende, die sich in den letzten 10 Tagen in einem Hochrisikogebiet aufgehalten haben, müssen sich vor Ihrem Abflug nach Deutschland auf www.einreiseanmeldung.de registrieren und den Nachweis über die Anmeldung bei Flugantritt und Einreise mit sich führen. Ausgenommen von dieser Anmeldepflicht sind insbesondere Personen, die nur durch Deutschland durchreisen und das Land auf schnellstem Weg wieder verlassen (siehe unten „Durchreise und Flughafentransit“).

Weitere Informationen finden Reisende auf der Webseite des Bundesgesundheitsministeriums.

Quarantänevorschriften

Für alle, die sich in den letzten 10 Tagen vor Einreise in einem Hochrisikogebiet (z. B. Brasilien) aufgehalten haben, gilt eine Absonderungspflicht nach der Coronavirus-Einreiseverordnung.

Details zur Absonderungspflicht sowie zu Ausnahmen davon finden Sie auf der Website des Bundesgesundheitsministeriums.

Flughafentransit

Auch bei einem Flughafentransit mit dem Flugzeug über deutsche Flughäfen besteht die oben angegebene Nachweispflicht.

Beachten Sie bitte zusätzlich, was Fluglinien an Nachweisen verlangen, um Sie zur Einhaltung eigener Gesundheitsvorgaben oder zur Erfüllung von Auflagen der Abflug- oder Zielländer an Bord gehen lassen zu dürfen.

Sie müssen außerdem sicherstellen, dass Sie in das Land Ihres endgültigen Reiseziels einreisen dürfen und einen entsprechenden Nachweis mit sich führen.

Weitere Informationen sind unter folgendem Link erhältlich.


Ja, auch diese Impfungen werden in Deutschland anerkannt, wenn das Impfschema vollständig erfüllt ist und 14 Tage seit der letzten benötigten Impfung vergangen sind.

Genaue Informationen zu den in Deutschland anerkannten Impfstoffen finden Sie auch unter dem folgenden Link.

Bitte beachten Sie, dass die in Brasilien verwendete „Coronavac“ Impfung in Deutschland noch nicht anerkannt ist, sodass bestehende Einreisebeschränkungen für diesen Personenkreis weiterhin gelten (vgl. oben „Was ist ein zwingender Einreisegrund“).

In diesem Fall ist kein PCR-Test nötig. Es muss ein Impfnachweis vorgelegt werden.

Aus dem Impfzertifikat müssen die folgenden Informationen hervorgehen:

  • die personenbezogenen Daten des Geimpften (Name, Vorname und Geburtsdatum),
  • Datum der Schutzimpfung, Anzahl der Schutzimpfungen,
  • Bezeichnung des Impfstoffes,
  • Name der Krankheit, gegen die geimpft wurde,
  • Merkmale, die auf die für die Durchführung der Schutzimpfung oder die Ausstellung des Zertifikats verantwortliche Person oder Institution schließen lassen, zum Beispiel ein offizielles Symbol oder der Name des Ausstellers.

Es wird jedoch eine Klärung mit der Fluglinie empfohlen, ob das Flugunternehmen zur Mitnahme auf die Vorlage eines negativen PCR-Tests besteht.

Es besteht kein bilaterales Abkommen zwischen Deutschland und Brasilien über die Anerkennung nationaler Impfzertifikate. Deutschland erkennt aber ausländische Impfzertifikate mit folgenden Merkmalen an:

  • Die Impfung muss mit einem in Deutschland anerkannten Impfstoff erfolgt sein (Liste hier)

Aus dem Impfzertifikat müssen die folgenden Informationen hervorgehen (In deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache):

  • die personenbezogenen Daten des Geimpften (Name, Vorname und Geburtsdatum),
  • Datum der Schutzimpfung, Anzahl der Schutzimpfungen,
  • Bezeichnung des Impfstoffes,
  • Name der Krankheit, gegen die geimpft wurde,
  • Merkmale, die auf die für die Durchführung der Schutzimpfung oder die Ausstellung des Zertifikats verantwortliche Person oder Institution schließen lassen, zum Beispiel ein offizielles Symbol oder der Name des Ausstellers.

    Das digitale Impfzertifikat, das über die Website und App des ConecteSUS unter anderm in englischer Sprache erstellt wird, kann als Impfnachweis zur Einreise verwendet werden.

Um in Deutschland als vollständig geimpft angesehen zu werden, müssen mindestens zwei Impfungen mit einem in Deutschland anerkannten Impfstoff erfolgt sein. Die letzte Impfung muss mindestens 14 Tage zurückliegen.

Die Europäische Arzneimittelbehörde entscheidet über die Anerkennung von Impfstoffen, Deutschland folgt grundsätzlich deren Empfehlung. Für Coronavac wurde das Verfahren für die Zulassung im Mai 2021 angestoßen. Das Auswärtige Amt kann aber keine Prognose dazu geben, wann dieses Verfahren abgeschlossen sein wird.  Die aktuelle Liste der anerkannten Impfstoffe können Sie hier abrufen

Als aus deutscher Sicht geimpfte Person gilt nur, wer ein mit einem in Deutschland anerkannten Impfstoff komplett abgeschlossenes Impfschema durchlaufen hat. Sollten Ihre ersten beiden Impfungen mit einem nicht anerkannten Impfstoff (wie z.B. Coronavac) erfolgt sein, so gilt:

Eine Einreise nach Deutschland ist mit nur einer weiteren Impfung durch einen in Deutschland anerkannten Impfstoff nicht möglich.

Ab 23.12.2021, 0.00h CET, besteht bei der Einreise nach Deutschland für Personen ab sechs Jahren (vorher 12 Jahre) eine allgemeine Verpflichtung zum Mitführen eines COVID-Nachweises: Dies kann ein Testnachweis, Genesenennachweis oder Impfnachweis sein.

Zudem haben sich die Fristen bezüglich der Coronatest geändert: Die Abstrichentnahme des PCR-Test darf nicht älter als 48 Stunden bei Abreise sein. Die Probenentnahme beim Antigen-Test darf nicht älter als 48h bei Einreise in Deutschland sein. .

Die COVID-Nachweispflicht besteht auch für Flugreisende, die lediglich an einem Flughafen in Deutschland umsteigen. Dies gilt sowohl für den Non-Schengen-Transit aus bzw. in Drittstaaten außerhalb der EU als auch für Durchreisen aus bzw. in Schengen-Staaten.

Unionsbürger und Staatsangehörige Liechtensteins, der Schweiz, Norwegens und Islands und ihre Familienangehörigen der Kernfamilie (Ehepartner, minderjährige ledige Kinder, Eltern minderjähriger Kinder) sind von den Einreisebeschränkungen ausgenommen. Deutsche Staatsangehörige und ihre Familienangehörigen der Kernfamilie (Ehepartner, minderjährige ledige Kinder, Eltern minderjähriger Kinder) sind von Einreisebeschränkungen nicht betroffen.

Verwandte ersten und zweiten Grades von Drittstaatsangehörigen, die ein Aufenthaltsrecht in Deutschland haben, dürfen einreisen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt, wie Geburten, Eheschließungen oder Beerdigungen.   

Reisende werden gebeten, einen Nachweis über die Notwendigkeit der Einreise nach Deutschland aus familiären Gründen mitzuführen (Kopie der Geburtsurkunde des Enkels, Einladung zur Hochzeit, Sterbeurkunde).

Im Falle einer Geburt darf diese nicht länger als 6 Monate zurückliegen.


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