Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

Aktuelle Regelung für Reisen von Brasilien nach Deutschland

Zettel mit Aufschrift Coronavirus: Kann / Darf ich noch reisen? vor Backdrop des Krisenstabes der Bundesregierung

Coronavirus: Kann / darf ich noch reisen?, © Auswärtiges Amt

03.03.2022 - Artikel

Wichtiger Hinweis: Brasilien ist mit Wirkung vom 03.03.2022, 0.00 CET nicht mehr als Hochrisikogebiet eingestuft. Dennoch gelten weiterhin EU-weite Einreisebeschränkungen bei der Einreise aus Brasilien nach Deutschland.

Brasilien ist mit Wirkung vom 03.03.2022, 0.00 CET nicht mehr als Hochrisikogebiet eingestuft. Es gelten ab o.g. Zeitpunkt die nachstehenden Einreisebeschränkungen bei der Einreise aus Brasilien nach Deutschland.

Grundsätzlich bestehen für alle Personen ab zwölf Jahren folgende Nachweispflichten: Reisende müssen entweder einen anerkannten Impfschutz (siehe Details unten) oder einen Genesenennachweis (siehe Details unten)  nachweisen.

Nicht geimpfte-Personen können nur reisen, wenn eine der unten aufgeführten Ausnahmeregelung von den derzeit gültigen Einreisebeschränkungen vorliegt (siehe Details im Abschnitt „Was gilt für nicht geimpfte/genesene Personen) und sie einen Nachweis eines negativen PCR-/Antigentestergebnisses vorweisen können. Die Abstrichentnahme des PCR-Test darf nicht älter als 48 Stunden bei Abreise sein. Bei Antigentests darf die Abstrichentnahme nicht länger als 48h bei Einreise her sein.

Es besteht in keine Quarantänepflicht.

Was gilt für vollständig geimpfte Personen? - Nachweis des Impfschutzes

Personen, die vollständig mit durch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) zugelassenen Impfstoffen (oder in Drittstaaten verwendete Äquivalente dieser Impfstoffe) gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 geimpft sind, können aus Brasilien nach Deutschland einreisen. Solche Personen können auch zu Besuchszwecken und touristischen Zwecken nach Deutschland einreisen.

Einreisen können nur solche Personen, die mit einem oder verschiedenen durch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) zugelassenen Impfstoffen (Auflistung der zugelassenen Impfstoffe hier) oder in Drittstaaten verwendeten Äquivalenten dieser Impfstoffe (Auflistung hier) vollständig geimpft sind. Eine Ausweitung auch auf andere Impfstoffe mit vergleichbarem Schutzstandard ist vorgesehen, sobald die dafür erforderlichen Prüfungen abgeschlossen sind.

Impfnachweis

Für die Einreise ist in jedem Fall ein Impfnachweis erforderlich, der die nachfolgend unter 1., 2. und 3. aufgeführten Voraussetzungen vollständig erfüllt:

1. Es muss sich um ein digitales COVID-Zertifikat der EU oder einen vergleichbaren Impfnachweis in digitaler oder verkörperter Form (Papierform) in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache handeln. Abfotografierte verkörperte Nachweise gelten nicht als digitale Nachweise. Nachweise in digitaler Form sollten vom berechtigten Aussteller digital ausgestellt und digital dem Berechtigten übermittelt worden sein.

2. Der Impfnachweis muss folgende Daten enthalten:

  • die personenbezogenen Daten des Geimpften (mindestens Name, Vorname und Geburtsdatum oder die Nummer eines mitgeführten und bei der Kontrolle vorzulegenden gültigen Passes oder sonstigen amtlichen Ausweises mit Lichtbild) 
  • Datum der Schutzimpfung, Anzahl der Schutzimpfungen,
  • Bezeichnung des Impfstoffes,
  • Name der Krankheit, gegen die geimpft wurde sowie
  • Merkmale, die auf die für die Durchführung der Schutzimpfung oder die Ausstellung des Zertifikats verantwortliche Person oder Institution schließen lassen, zum Beispiel ein offizielles Symbol oder der Name des Ausstellers.

3. Die Schutzimpfung selbst muss außerdem bestimmten Anforderungen an einen vollständigen Impfschutz gemäß § 22a Abs. 1 Infektionsschutzgesetz (IfSG) entsprechen.Eine vollständige Impfung mit anerkannten Impfstoffen erfordert

  • bis 30.09.2022: zwei Einzelimpfungen;
  • bis 30.09.2022: eine Einzelimpfung nur, wenn zusätzlich:
    • Antikörpertest mit nachgewiesener Corona-Infektion vor der Einzelimpfung und anschließend Einzelimpfung; oder
    • Positive Testung mittels Nukleinsäurenachweis (u.a. PCR-Test) vor Erhalt der Einzelimpfung; oder
    • Positive Testung mittels Nukleinsäurenachweis (u.a. PCR-Test) nach Erhalt der Einzelimpfung und seit Durchführung der Testung sind 28 Tage vergangen;

  • ab 01.10.2022: drei Einzelimpfungen; die letzte Einzelimpfung muss mindestens drei Monate nach der zweiten Einzelimpfung erfolgt sein;
  • ab 01.10.2022: zwei Einzelimpfungen nur, wenn zusätzlich:
    • Antikörpertest mit nachgewiesener Corona-Infektion vor der ersten Einzelimpfung und anschließend zwei Einzelimpfungen; oder
    • Positive Testung mittels Nukleinsäurenachweis (u.a. PCR-Test) vor Erhalt der zweiten Einzelimpfung; oder
    • Positive Testung mittels Nukleinsäurenachweis (u.a. PCR-Test) nach Erhalt der zweiten Einzelimpfung und seit Durchführung der Testung sind 28 Tage vergangen.

Bitte prüfen Sie vor jeder geplanten Reise, ob ihr Impfnachweis den vorgenannten Vorgaben genügt.

Personen, die das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben und noch nicht geimpft sind, können mit einem Testnachweis (PCR-Test oder Antigentest) in Begleitung mindestens eines vollständig geimpften Elternteils einreisen. Personen, die das sechste Lebensjahr noch nicht vollendet haben, benötigen dabei keinen Testnachweis.

Weitere Informationen sind unter diesem Link erhältlich.

Eine Liste der anerkannten Impfstoffe finden Sie auf der Website des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI)

Was gilt für genesene Personen? - Nachweis als GenesenEr

Bei einer genesenen Person kann die Impfung aus nur einer verabreichten Impfstoffdosis bestehen. Zum Nachweis eines vollständigen Impfstatus von Genesenen muss zusätzlich nachgewiesen werden, dass vor/nach der Impfung eine Erkrankung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vorlag. Als Nachweis dieser Erkrankung muss ein positiver PCR-Test, der mindestens 28 Tage und maximal 90 Tage (circa drei Monate) zurückliegt, vorgelegt werden. Der Genesenennachweis muss in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache digital oder in Papierform vorliegen.

Was gilt für nicht geimpfte/genesene Personen?

Grundsätzlich unterliegen nicht-geimpfte Personen den Einreisebeschränkungen. Bitte prüfen Sie, ob einer der folgenden Ausnahmegründe auf Sie zutrifft. Sollte dies der Fall sein, so können Sie unter Vorlage eines negativen Coronatests einreisen.

Ausnahmen von den Einreisebeschränkungen gelten für folgende Personengruppen

  • Deutsche Staatsangehörige und ihre Familienangehörigen der Kernfamilie (Ehepartner, minderjährige ledige Kinder, Eltern minderjähriger Kinder) 
  • Unionsbürger und Staatsangehörige Liechtensteins, der Schweiz, Norwegens und Islands und ihre Familienangehörigen der Kernfamilie (Ehepartner, minderjährige ledige Kinder, Eltern minderjähriger Kinder) 
  • Drittstaatsangehörige mit einem bestehenden längerfristigen Aufenthaltsrecht in einem EU- oder Schengenstaat und ihre Familienangehörigen der Kernfamilie 
  • Vollständig geimpfte Personen, bei denen die Impfung die notwendigen Voraussetzungen erfüllt (siehe:  “Nachweis des Impfschutzes„)
  • Personen, die einen wichtigen Reisegrund haben, vor allem
  • Flughafentransit

Nachweis durch einen negativen Test

Sollten Sie ungeimpft oder mit einer nicht in Deutschland anerkannten Impfung (wie z.B. Coronavac) geimpft sein, so müssen Sie bei Einreise einen negativen Coronatest vorlegen.

Dies kann entweder ein PCR-Test (Abstrichentnahme nicht älter als 48 Stunden vor Abreise) oder ein Antigen-Test sein (Entnahme nicht älter als 48h bei Einreise). Selbsttest werden nicht akzeptiert.

Kinder und Jugendliche unter 12 Jahren sind von der Nachweispflicht entbunden. Wegen der besonderen Impfsituation junger Menschen dürfen Personen unter 12 Jahren, auch wenn sie noch nicht geimpft sind, in Begleitung mindestens eines vollständig geimpften Elternteils einreisen.

Digitale Einreiseanmeldung

Eine digitale Einreiseanmeldung ist nicht notwendig.

Quarantänevorschriften

Eine Quarantänepflicht besteht nicht.

Flughafentransit

Auch bei einem Flughafentransit mit dem Flugzeug über deutsche Flughäfen besteht die oben angegebene Nachweispflicht.

Beachten Sie bitte zusätzlich, was Fluglinien an Nachweisen verlangen, um Sie zur Einhaltung eigener Gesundheitsvorgaben oder zur Erfüllung von Auflagen der Abflug- oder Zielländer an Bord gehen lassen zu dürfen.

Sie müssen außerdem sicherstellen, dass Sie in das Land Ihres endgültigen Reiseziels einreisen dürfen und einen entsprechenden Nachweis mit sich führen.

Weitere Informationen sind unter folgendem Link erhältlich.

Ja, auch diese Impfungen werden in Deutschland anerkannt, wenn das Impfschema vollständig erfüllt ist und 14 Tage seit der letzten benötigten Impfung vergangen sind.

Genaue Informationen zu den in Deutschland anerkannten Impfstoffen finden Sie auch unter dem folgenden Link.

Bitte beachten Sie, dass die in Brasilien verwendete “Coronavac„ Impfung in Deutschland noch nicht anerkannt ist, sodass bestehende Einreisebeschränkungen für diesen Personenkreis weiterhin gelten (vgl. oben “Was ist ein zwingender Einreisegrund„).

In diesem Fall ist kein PCR-Test nötig. Es muss ein Impfnachweis vorgelegt werden.

Aus dem Impfzertifikat müssen die folgenden Informationen hervorgehen:

  • die personenbezogenen Daten des Geimpften (Name, Vorname und Geburtsdatum),
  • Datum der Schutzimpfung, Anzahl der Schutzimpfungen,
  • Bezeichnung des Impfstoffes,
  • Name der Krankheit, gegen die geimpft wurde,
  • Merkmale, die auf die für die Durchführung der Schutzimpfung oder die Ausstellung des Zertifikats verantwortliche Person oder Institution schließen lassen, zum Beispiel ein offizielles Symbol oder der Name des Ausstellers.

Es wird jedoch eine Klärung mit der Fluglinie empfohlen, ob das Flugunternehmen zur Mitnahme auf die Vorlage eines negativen PCR-Tests besteht.

Es besteht kein bilaterales Abkommen zwischen Deutschland und Brasilien über die Anerkennung nationaler Impfzertifikate. Deutschland erkennt aber ausländische Impfzertifikate mit folgenden Merkmalen an:

  • Die Impfung muss mit einem in Deutschland anerkannten Impfstoff erfolgt sein (Liste hier)

Aus dem Impfzertifikat müssen die folgenden Informationen hervorgehen (In deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache):

  • die personenbezogenen Daten des Geimpften (Name, Vorname und Geburtsdatum),
  • Datum der Schutzimpfung, Anzahl der Schutzimpfungen,
  • Bezeichnung des Impfstoffes,
  • Name der Krankheit, gegen die geimpft wurde,
  • Merkmale, die auf die für die Durchführung der Schutzimpfung oder die Ausstellung des Zertifikats verantwortliche Person oder Institution schließen lassen, zum Beispiel ein offizielles Symbol oder der Name des Ausstellers.

    Das digitale Impfzertifikat, das über die Website und App des ConecteSUS unter anderm in englischer Sprache erstellt wird, kann als Impfnachweis zur Einreise verwendet werden.

Um in Deutschland als vollständig geimpft angesehen zu werden, müssen mindestens zwei Impfungen mit einem in Deutschland anerkannten Impfstoff erfolgt sein. Die letzte Impfung muss mindestens 14 Tage zurückliegen.

Die Europäische Arzneimittelbehörde entscheidet über die Anerkennung von Impfstoffen, Deutschland folgt grundsätzlich deren Empfehlung. Für Coronavac wurde das Verfahren für die Zulassung im Mai 2021 angestoßen. Das Auswärtige Amt kann aber keine Prognose dazu geben, wann dieses Verfahren abgeschlossen sein wird.  Die aktuelle Liste der anerkannten Impfstoffe können Sie hier abrufen

Als aus deutscher Sicht geimpfte Person gilt nur, wer ein mit einem in Deutschland anerkannten Impfstoff komplett abgeschlossenes Impfschema durchlaufen hat. Sollten Ihre ersten beiden Impfungen mit einem nicht anerkannten Impfstoff (wie z.B. Coronavac) erfolgt sein, so gilt:

Eine Einreise nach Deutschland ist mit nur einer weiteren Impfung durch einen in Deutschland anerkannten Impfstoff nicht möglich.

Ab 23.12.2021, 0.00h CET, besteht bei der Einreise nach Deutschland für Personen ab sechs Jahren (vorher 12 Jahre) eine allgemeine Verpflichtung zum Mitführen eines COVID-Nachweises: Dies kann ein Testnachweis, Genesenennachweis oder Impfnachweis sein.

Zudem haben sich die Fristen bezüglich der Coronatest geändert: Die Abstrichentnahme des PCR-Test darf nicht älter als 48 Stunden bei Abreise sein. Die Probenentnahme beim Antigen-Test darf nicht älter als 48h bei Einreise in Deutschland sein. .

Die COVID-Nachweispflicht besteht auch für Flugreisende, die lediglich an einem Flughafen in Deutschland umsteigen. Dies gilt sowohl für den Non-Schengen-Transit aus bzw. in Drittstaaten außerhalb der EU als auch für Durchreisen aus bzw. in Schengen-Staaten.

Unionsbürger und Staatsangehörige Liechtensteins, der Schweiz, Norwegens und Islands und ihre Familienangehörigen der Kernfamilie (Ehepartner, minderjährige ledige Kinder, Eltern minderjähriger Kinder) sind von den Einreisebeschränkungen ausgenommen. Deutsche Staatsangehörige und ihre Familienangehörigen der Kernfamilie (Ehepartner, minderjährige ledige Kinder, Eltern minderjähriger Kinder) sind von Einreisebeschränkungen nicht betroffen.

Verwandte ersten und zweiten Grades von Drittstaatsangehörigen, die ein Aufenthaltsrecht in Deutschland haben, dürfen einreisen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt, wie Geburten, Eheschließungen oder Beerdigungen.   

Reisende werden gebeten, einen Nachweis über die Notwendigkeit der Einreise nach Deutschland aus familiären Gründen mitzuführen (Kopie der Geburtsurkunde des Enkels, Einladung zur Hochzeit, Sterbeurkunde).

Im Falle einer Geburt darf diese nicht länger als 6 Monate zurückliegen.


nach oben