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Aktuelle Regelung für Reisen von Brasilien nach Deutschland

Zettel mit Aufschrift Coronavirus: Kann / Darf ich noch reisen? vor Backdrop des Krisenstabes der Bundesregierung

Coronavirus: Kann / darf ich noch reisen?, © Auswärtiges Amt

23.09.2021 - Artikel

Aufgrund der verbesserten Infektionslage ist  Brasilien ab dem 19.09.2021 nicht mehr als Hochrisikogebiet eingestuft. Dennoch gelten weiterhin EU-weite Einreisebeschränkungen bei der Einreise aus Brasilien nach Deutschland.

Aufgrund der verbesserten Infektionslage ist  Brasilien ab dem 19.09.2021 nicht mehr als Hochrisikogebiet eingestuft. Dennoch gelten weiterhin EU-weite Einreisebeschränkungen bei der Einreise aus Brasilien nach Deutschland.

Ausnahmen von den Einreisebeschränkungen gelten für folgende Personengruppen:

  • Deutsche Staatsangehörige und ihre Familienangehörigen der Kernfamilie (Ehepartner, minderjährige ledige Kinder, Eltern minderjähriger Kinder) 
  • Unionsbürger und Staatsangehörige Liechtensteins, der Schweiz, Norwegens und Islands und ihre Familienangehörigen der Kernfamilie (Ehepartner, minderjährige ledige Kinder, Eltern minderjähriger Kinder) 
  • Drittstaatsangehörige mit einem bestehenden längerfristigen Aufenthaltsrecht in einem EU- oder Schengenstaat und ihre Familienangehörigen der Kernfamilie 
  • Vollständig geimpfte Personen, bei denen die Impfung die notwendigen Voraussetzungen erfüllt (siehe unten:  „Nachweis des Impfschutzes“)
  • Personen, die einen wichtigen Reisegrund haben, vor allem

Nachweis des Impfschutzes

Die Einreise ist ohne Einschränkung möglich, wenn der/die Reisende über ein Impfzertifikat mit einem in Deutschland anerkannten Impfstoff verfügt und dieses bei Einreise vorlegt. Die letzte Impfung muss mindestens 14 Tage zurückliegen. Für die Einreise ist ein digitales COVID-Zertifikat der EU  oder ein vergleichbarer Impfnachweis digital oder in Papierform in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache vorzulegen. Daraus müssen stets hervorgehen:

  • die personenbezogenen Daten des Geimpften (Name, Vorname und Geburtsdatum)
  • Datum der Schutzimpfung, Anzahl der Schutzimpfungen
  • Bezeichnung des Impfstoffe,
  • Name der Krankheit, gegen die geimpft wurde
  • Merkmale, die auf die für die Durchführung der Schutzimpfung oder die Ausstellung des Zertifikats verantwortliche Person oder Institution schließen lassen, zum Beispiel ein offizielles Symbol oder der Name des Ausstellers.

Eine Liste der anerkannten Impfstoffe finden Sie auf der Website des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI)

Die folgenden Impfstoffe werden in Deutschland anerkannt:

  • COMIRNATY („Pfizer/BioNTec“)
  • COVID-19 Vaccine Janssen („Johnson & Johnson, Janssen COVID-19 Vaccine / Vacina covid-19 (recombinante)“)
  • Spikevax („Moderna“)
  • Vaxveria („Covid-19 Vaccine AstraZeneca/Vaxzevria; Covishield; Fiocruz“)

Der vollständige Impfschutz ist 14 Tage nach dem Erhalt des vollständigen Impfschemas gegeben.

Informationen zu der Anzahl der benötigten Impfdosen finden Sie im Internet unter dem folgenden Link.

Bitte beachten Sie, dass der Impfstoff „Coronavac“ noch nicht in Deutschland anerkannt ist.

Nachweis als Genesener:

Bei einer genesenen Person kann die Impfung aus nur einer verabreichten Impfstoffdosis bestehen. Zum Nachweis eines vollständigen Impfstatus von Genesenen muss zusätzlich nachgewiesen werden, dass vor der Impfung eine Erkrankung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vorlag. Als Nachweis dieser Erkrankung muss ein positiver PCR-Test vorgelegt werden. Der Genesenennachweis muss in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache digital oder in Papierform vorliegen. Die COVID-Erkrankung darf nicht länger als sechs Monate zurückliegen.


Sofern Sie zur Einreise nach Deutschland berechtigt sind (siehe oben: „Ausnahmen von den Einreisebeschränkungen“), aber nicht über eine Impfung mit einem in Deutschland anerkannten Impfstoff verfügen, müssen Sie einen der folgenden Nachweise vorlegen:


Nachweis durch einen negativen Test:

Sollten Sie ungeimpft oder mit einer nicht in Deutschland anerkannten Impfung (wie z.B. Coronavac) geimpft sein, so müssen Sie bei Einreise einen negativen Coronatest vorlegen.

Dies kann entweder ein PCR-Test (Abstrichentnahme nicht älter als 72 Stunden) oder ein Antigen-Test sein (Entnahme nicht älter als 48h).


Kinder und Jugendliche unter 12 Jahren sind von der Nachweispflicht entbunden. Wegen der besonderen Impfsituation junger Menschen dürfen Personen unter 12 Jahren, auch wenn sie noch nicht geimpft sind, in Begleitung mindestens eines vollständig geimpften Elternteils einreisen.

Es besteht zudem KEINE Quarantänepflicht mehr.

Weitere Informationen sind unter folgendem Link erhältlich.



Ja, auch diese Impfungen werden in Deutschland anerkannt, wenn das Impfschema vollständig erfüllt ist und 14 Tage seit der letzten benötigten Impfung vergangen sind.

Genaue Informationen zu den in Deutschland anerkannten Impfstoffen finden Sie auch unter dem folgenden Link.

Bitte beachten Sie, dass die in Brasilien verwendete „Coronavac“ Impfung in Deutschland noch nicht anerkannt ist, sodass bestehende Einreisebeschränkungen für diesen Personenkreis weiterhin gelten (vgl. oben „Was ist ein zwingender Einreisegrund“).

In diesem Fall ist kein PCR-Test nötig. Es muss ein Impfnachweis vorgelegt werden.

Aus dem Impfzertifikat müssen die folgenden Informationen hervorgehen:

  • die personenbezogenen Daten des Geimpften (Name, Vorname und Geburtsdatum),
  • Datum der Schutzimpfung, Anzahl der Schutzimpfungen,
  • Bezeichnung des Impfstoffes,
  • Name der Krankheit, gegen die geimpft wurde,
  • Merkmale, die auf die für die Durchführung der Schutzimpfung oder die Ausstellung des Zertifikats verantwortliche Person oder Institution schließen lassen, zum Beispiel ein offizielles Symbol oder der Name des Ausstellers.

Es wird jedoch eine Klärung mit der Fluglinie empfohlen, ob das Flugunternehmen zur Mitnahme auf die Vorlage eines negativen PCR-Tests besteht.

Es besteht kein bilaterales Abkommen zwischen Deutschland und Brasilien über die Anerkennung nationaler Impfzertifikate. Deutschland erkennt aber ausländische Impfzertifikate mit folgenden Merkmalen an:

  • Die Impfung muss mit einem in Deutschland anerkannten Impfstoff erfolgt sein (Liste hier)

Aus dem Impfzertifikat müssen die folgenden Informationen hervorgehen (In deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache):

  • die personenbezogenen Daten des Geimpften (Name, Vorname und Geburtsdatum),
  • Datum der Schutzimpfung, Anzahl der Schutzimpfungen,
  • Bezeichnung des Impfstoffes,
  • Name der Krankheit, gegen die geimpft wurde,
  • Merkmale, die auf die für die Durchführung der Schutzimpfung oder die Ausstellung des Zertifikats verantwortliche Person oder Institution schließen lassen, zum Beispiel ein offizielles Symbol oder der Name des Ausstellers.

    Das digitale Impfzertifikat, das über die Website und App des ConecteSUS unter anderm in englischer Sprache erstellt wird, kann als Impfnachweis zur Einreise verwendet werden.

Um in Deutschland als vollständig geimpft angesehen zu werden, müssen mindestens zwei Impfungen mit einem in Deutschland anerkannten Impfstoff erfolgt sein. Die letzte Impfung muss mindestens 14 Tage zurückliegen. Eine Ausnahme bildet eine Impfung mit dem Impfstoff von Johnson&Johnson. Da hier nur eine Impfung nötig ist, zählt man nach der 1. Impfung (plus 14 Tage) als vollständig geimpft.

Die Europäische Arzneimittelbehörde entscheidet über die Anerkennung von Impfstoffen, Deutschland folgt grundsätzlich deren Empfehlung. Für Coronavac wurde das Verfahren für die Zulassung im Mai 2021 angestoßen. Das Auswärtige Amt kann aber keine Prognose dazu geben, wann dieses Verfahren abgeschlossen sein wird.  Die aktuelle Liste der anerkannten Impfstoffe können Sie hier abrufen

Als aus deutscher Sicht geimpfte Person gilt nur, wer ein mit einem in Deutschland anerkannten Impfstoff komplett abgeschlossenes Impfschema durchlaufen hat. Sollten Ihre ersten beiden Impfungen mit einem nicht anerkannten Impfstoff (wie z.B. Coronavac) erfolgt sein, so gilt:

Eine Einreise nach Deutschland ist nur dann möglich, wenn es sich bei der dritten Impfdosis um Johnson&Johnson handelt, da bei der Verwendung anderer anerkannter Impfstoffe mindestens zwei Dosen notwendig sind.

Internationaler Transit über Deutschland in ein Land außerhalb des Schengen-Raums:

Ein Umsteigen ohne Verlassen des internationalen Transitbereichs eines Flughafens gilt nicht als Einreise nach Deutschland im Sinne der Corona-Einreiseverordnung. Ein Nachweis der Impfung oder ein negativer Test ist nicht erforderlich. Es muss nachgewiesen werden, dass die Einreise im Zielland erlaubt ist.

Bitte erkundigen Sie sich bei der Fluggesellschaft sowie der konsularischen Vertretung des Ziellandes nach den Voraussetzungen für Boarding und Einreise. Eventuell könnten hier PCR-Test oder Impfnachweis erforderlich sein.

Transit innerhalb, aus oder in Schengenländer (Durchreise)

Wenn Sie auf dem Luftweg aus dem oder in den Schengen-Raum reisen, müssen Sie den internationalen Transitbereich eines Flughafens verlassen. Nach der neuen Corona-Einreiseverordnung, die am 30.09.2021 in Kraft getreten ist, gilt auch das Umsteigen auf demselben Flughafen nicht als Einreise nach Deutschland.

Ein Nachweis der Impfung oder ein negativer Test ist nicht erforderlich. Es muss nachgewiesen werden, dass die Einreise im Zielland erlaubt ist.

Bitte erkundigen Sie sich bei der Fluggesellschaft sowie der konsularischen Vertretung des Ziellandes nach den Voraussetzungen für Boarding und Einreise. Eventuell könnten hier PCR-Test oder Impfnachweis erforderlich sein.

Verbindliche Informationen finden Sie auf der .

Unionsbürger und Staatsangehörige Liechtensteins, der Schweiz, Norwegens und Islands und ihre Familienangehörigen der Kernfamilie (Ehepartner, minderjährige ledige Kinder, Eltern minderjähriger Kinder) sind von den Einreisebeschränkungen ausgenommen. Deutsche Staatsangehörige und ihre Familienangehörigen der Kernfamilie (Ehepartner, minderjährige ledige Kinder, Eltern minderjähriger Kinder) sind von Einreisebeschränkungen nicht betroffen.

Verwandte ersten und zweiten Grades von Drittstaatsangehörigen, die ein Aufenthaltsrecht in Deutschland haben, dürfen einreisen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt, wie Geburten, Eheschließungen oder Beerdigungen.   

Reisende werden gebeten, einen Nachweis über die Notwendigkeit der Einreise nach Deutschland aus familiären Gründen mitzuführen (Kopie der Geburtsurkunde des Enkels, Einladung zur Hochzeit, Sterbeurkunde).

Im Falle einer Geburt darf diese nicht länger als 6 Monate zurückliegen.

Vereinfachte Neuerteilung von bereits ausgestellten, aber abgelaufenen Visa 

Eine vereinfachte Neuerteilung kann erfolgen, wenn das erteilte Visum aufgrund der COVID-19-Pandemie nicht zur Einreise genutzt werden konnte.
Die vereinfachte Neuerteilung von Visa ist jedoch nur möglich

  • bei Visa mit gleichem und weiterhin gültigem Reisezweck (z.B. derselbe Arbeitsplatz)
  • wenn ursprüngliche Gültigkeit des Visums zwischen 29.01.2021 und 22.08.2021 war
  • die Visa ursprünglich bei derselben deutschen Auslandsvertretung in Brasilien beantragt worden sind

Sollten die vorgenannten Punkte auf Sie zutreffen, so nutzen Sie bitte das Kontaktformular des zuständigen Generalkonsulats, um die Neuausstellung zu beantragen.

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