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Brasilien – Die Wälder als Schwungräder des Klimas erhalten

Amazon-Bonn

Amazon-Bonn, © Barbara Frommann

22.11.2017 - Artikel

Regenwälder sind wie Schwungräder für das globale Klima. Sie speichern die Hälfte des auf der Erde gebundenen Kohlenstoffs und versorgen ganze Subkontinente mit Wasser. 

Brasilien hat den größten Anteil am Amazonasregenwald. Anlässlich der COP 23 stellte die brasilianische Regierung und die Landesregierungen der Amazonas-Bundesstaaten vor, wie nachhaltige Entwicklung in Amazonien und der Schutz der Wälder sichergestellt werden kann.

Parl. Sts Silberhorn würdigte die Anstrengungen der brasilianischen Regierung beim Schutz des Regenwaldes. Gleichzeitig ermutigte er die bras. Regierung, noch deutlicher für den Erhalt und die Stärkung von Indigenengebieten und Naturschutzgebieten einzutreten. Er betonte „Kultur und traditionelle Lebensweise der Indigenen lehrt uns, dass ein Leben in Einklang mit dem Wald bei gleichzeitiger nachhaltiger Nutzung von Forstprodukten möglich ist.“ 

Deutschland und Norwegen sind wichtige Partner Brasiliens beim Wald- und Klimaschutz. PSts Silberhorn stellte weitere Finanzierung iHv 35 Mio. EUR für den Amazonienfonds in Aussicht. Die Mittel werden an Brasilien auf Basis des Nachweises von Entwaldungsraten, die unter denen des langjährigen Durchschnitts liegen, ausbezahlt. Für den zurückliegenden 12-monatigen Betrachtungszeitraum prognostiziert die brasilianische Regierung einen leichten Rückgang der Entwaldung in Amazonien im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Allerdings waren die Entwaldungsraten seit 2014 sukzessive angestiegen.

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